Letzte Woche habe ich über meine ersten Erfahrungen mit Onepage AI 2.0 geschrieben – meine neue Website mit KI, aber ohne Claude. Heute setze ich den Werkstattbericht fort, mit der Startseite.
Die Seite ist noch nicht fertig. Statt zu warten, zeige ich dir heute drei Passagen, die für mich die wichtigsten sind. Ich berichte über meine Herausforderungen, meine Entscheidungen und die Zusammenarbeit mit KI
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ziel der Startseite: Meine neue Ausrichtung als Business-Strategin für das letzte Drittel der Selbstständigkeit sichtbar machen – und diejenigen ansprechen, die diese Jahre bewusst gestalten wollen.
- Die zentrale Herausforderung: Welches Problem löse ich eigentlich? Eine Frage, die mich seit über 20 Jahren beschäftigt.
- Meine Entscheidung: Ich beziehe mich auf das größte Risiko im letzten Drittel – diese Zeit nicht bewusst zu gestalten und am Wesentlichen vorbeizuleben. Löst sich dieses Kernproblem, lösen sich viele Einzelprobleme fast von allein.
- Meine Leistungen: So wie es ein Kernproblem gibt, gibt es auch eine Kernleistung. Ich nenne sie das Biotop für das letzte Drittel der Selbstständigkeit.
- Der KI-Beitrag: Zwei interaktive Elemente, die ich allein nie hätte umsetzen können.
#1: Der schwarze Block: Worum geht es wirklich?

Screenshot eines Website-Bereichs, der mit Hilfe von Onepage AI 2.0 entwickelt wurde.
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Dieser Block ist der Kern der ganzen Seite. Er hat mich am meisten Nachdenken gekostet.
Die Herausforderung: Welches Problem löse ich?
Diese Frage beschäftigt mich seit Beginn meiner Selbstständigkeit, und sie war nie einfach zu beantworten.
Der Grund: Eine meiner "Superkräfte" ist das ganzheitliche Denken. Ich erkenne Muster und verändere sie. Gesamtkonzepte zu entwickeln, fällt mir leicht. Das große Bild im Auge zu behalten, ist für mich selbstverständlich – auch wenn ich mich tief ins Detail hineinbohren kann, wenn nötig.
Es gibt eine ganze Reihe von Einzelproblemen, bei denen eine Zusammenarbeit mit mir hilft. Aber ich bin nicht die Spezialistin für Einzelprobleme. Und ich will es auch nicht werden - auch wenn viele Marketingberater "spitze Positionierung" empfehlen.
Für mich hat sich das immer falsch angefühlt – als würde ich mich kleiner machen, als ich bin.
Meine Entscheidung: Die richtige Etage ansteuern & die richtige Tonalität finden
Irgendwann wurde mir klar: Es gibt sehr wohl ein Kernproblem. Es liegt nur nicht auf der Ebene der Einzelprobleme, sondern eine Etage höher.
Das letzte Drittel der Selbstständigkeit ist das entscheidende Drittel – für das Business und für das Leben. Es kann zwischen den Fingern verrinnen. Oder es kann zum krönenden Abschluss werden.
Doch dafür braucht es eine bewusste Entscheidung.
Wenn dieses Kernproblem angegangen wird, lösen sich viele Einzelprobleme fast nebenbei mit.
Neben der richtigen Etage ging es auch um die richtige Tonalität.
Der Block soll Klarheit schaffen - keine Angst machen. Realismus ist ein wichtiges Prinzip meiner gesamten Arbeit.
Die Gestaltung
Die Seite insgesamt ist vorwiegend in hellen Farben mit Magenta als Akzent.
An dieser Stelle habe ich mich bewusst für Schwarz entschieden.
Der Block soll aus dem Rahmen fallen.
Er soll etwas auslösen – ein kurzes Innehalten. Und vielleicht ein kurzes Erinnern an das, worum es dir wirklich geht in deinem Business.
Er steht nicht ganz oben, sondern etwas weiter unten. Wer die Seite öffnet, soll nicht sofort mit dem Risiko konfrontiert werden. Sondern erst mit dem Ausblick im Hero-Bereich.
#2: Der Hero-Bereich: Wen spreche ich an? Und was kannst du von mir erwarten?

Screenshot eines Website-Bereichs, der mit Hilfe von Onepage AI 2.0 entwickelt wurde.
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Der Hero-Bereich ist die Kehrseite des schwarzen Blocks. Dort das Risiko, hier die Perspektive.
Die Herausforderung
Ich stehe für ein Thema, das bei vielen langjährigen Selbstständigen noch nicht im Bewusstsein angekommen ist. Viele sind so mit dem Tagesgeschäft beschäftigt, dass die längerfristige Perspektive außen vor bleibt.
Das kenne ich schon. Als ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit mit dem Thema 50plus anfing, war es genauso: latent vorhanden, aber kaum im Bewusstsein. Inzwischen ist es hochaktuell.
Es ist also wieder ein Stück Pionierarbeit. Das ist anstrengender, als in einen bestehenden Markt einzusteigen - aber ich bin heute auf einem anderen Niveau als damals und es gibt neue Möglichkeiten.
Hinzu kommt: Sehr viele Selbstständige sind inzwischen zwanzig Jahre und länger am Markt. Für sie wird dieses Thema unausweichlich relevant. Bei einer zunehmenden Zahl ist es das schon jetzt.
Allerdings ist das keine einheitliche Gruppe. Es gibt diejenigen, die noch ein paar Jahre bis zur Rente überbrücken wollen oder müssen. Es gibt diejenigen, die sich damit abfinden, dass das Business allmählich versickert. Es gibt diejenigen, die sich im Tagesgeschäft aufreiben. Es gibt diejenigen, die bis 100 weiterarbeiten wollen, aber ohne konkreten Plan sind.
Und es gibt diejenigen, die das neue Kapitel ihres Business mit Aufbruchstimmung begrüßen. Die noch etwas bewirken wollen. Die sich angesprochen fühlen vom krönenden Abschluss.
Meine Entscheidung
Ich habe mich entschlossen, ganz explizit das zu benennen, wofür ich stehe: Neuer Aufbruch. Krönender Abschluss. Nachhaltige Transformation.
Das wird nicht jeden ansprechen.
Genau deshalb habe ich so formuliert.
Deshalb auch der Eingangssatz "Dein Business ist kein Auslauf-Modell".
Die Gestaltung
Hier ging es mir zum einen um den Text. Außerdem wollte ich an dieser Stelle ein Foto von mir. Onepage AI 2.0 bietet dazu verschiedene Templates, mit denen sich gut arbeiten lässt-
#3: Die Besonderheit meiner Leistungen: Das Biotop

Screenshot eines interaktiven Website-Bereichs, der mit Hilfe von Onepage AI 2.0 entwickelt wurde.
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Wie gesagt: Ich bin nicht die Spezialistin für Einzelprobleme, sondern für das Ganze. Je länger ich über meine Leistungen nachdachte, desto stärker wurde das Bild des Biotops.
Was mein Sprachkurs in Frankreich damit zu tun hat
Ich habe mich daran erinnert, wie ich in meinem "früheren Leben" mein Französisch auffrischen wollte. Die Einzelstunden bei einer Lehrerin in Frankfurt haben etwas gebracht. Aber der Sprachaufenthalt an der Côte d'Azur war ein echter Beschleuniger. "Total Immersion" nennen Fachleute das: Eintauchen.
So sehe ich es auch im letzten Drittel. Alle meine Einzelleistungen bringen etwas. Aber das Biotop ist der Aufenthalt in Frankreich.
Das ist gerade in dieser Phase wichtig, weil wir meist kein Umfeld haben, das unser Engagement versteht oder aktiv unterstützt. Auch die Themen, die andere umtreiben – etwa auf LinkedIn – sind nicht unsere Themen. Wir haben unsere eigenen.
Die Herausforderung: Wie stellt man ein Biotop dar?
Eine naturalistische Darstellung kam für mich nicht in Frage – Teich mit Seerosen, das wäre kitschig geworden.
Ich habe mit der KI darüber diskutiert, und herausgekommen ist ein interaktives Element (nur auf der Originalseite interaktiv, nicht im Screenshot).
In der Mitte das Biotop, ringsum die Bereiche. Man klickt oben auf das Thema, das gerade ansteht, und unten öffnet sich die passende Karte mit einer kurzen Erläuterung.
Für mich ist das das ideale Symbol. Es zeigt genau das, was ein Biotop ausmacht: Ein wachstumsförderndes Gesamtsystem, das als Ganzes wirkt neben den Einzel-Angeboten.
Die Gestaltung
Ohne KI hätte ich das nicht umsetzen können - auch wenn ich mich recht gut mit Canva auskenne. Noch nicht einmal als Illustration, geschweige denn als interaktives Element.
Was mir an der Zusammenarbeit mit dieser KI gefällt: Sie versteht, was ich will, und setzt es mit relativ wenig Iterationen um. Und wenn einmal etwas nicht auf Anhieb funktioniert, sucht sie systematisch nach der Ursache und Lösung.
Mein wichtigstes Learning
Mit der Ausrichtung auf das letzte Drittel der Selbstständigkeit bin ich noch relativ am Anfang.
Und es fühlt sich stimmiger an als alles Vorherige: Angekommen.
Gleichwohl blieben zunächst diese Fragen: Welches Problem löse ich eigentlich? Wofür genau stehe ich?
Was ich auch schon früher erlebt habe: Das für die Webseite zu formulieren, hat einen deutlich anderen Charakter, als es im Wege der Trockenübung für sich selbst zu praktizieren. Es ist ein äußerst wertvoller Klärungsprozess.
Ich kann nur jedem empfehlen, nicht zu lange alleine vor sich hin zu grübeln.
Hinzu kommt:
Die Gestaltungsmöglichkeiten bei Onepage AI 2.0 sind sehr nützlich für die zügige Umsetzung. Bestimmte Abschnitte kann ich weitgehend mit den vorhandenen Templates realisieren. Und für Spezialaufgaben wie das Biotop kommt die KI zum Einsatz.
Was sind deine Gedanken dazu?
Mein Blog hat keine Kommentarfunktion, aber du kannst mir jederzeit über das Kontaktformular schreiben. Ich freue mich über deine Rückmeldung – gerade auch, wenn du an ähnlichen Fragen sitzt.
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Außerdem stehe ich dir natürlich gern als Sparringspartnerin zur Verfügung, wenn es um deine eigene Neuausrichtung geht.
Die bisherigen Werkstattberichte zur neuen Website
Bisher erschienene Beiträge:
Neue Website mit KI - aber nicht mit Claude: Meine Erfahrungen mit Onepage AI 2.0

