Eine neue Website steht an. Aber wie? Weiter mit WordPress und Thrive Themes? Mutig mit Claude? Es gibt eine dritte Lösung, die das Beste aus beiden Welten bietet. In diesem Beitrag schildere ich meine ersten Erfahrungen mit Onepage AI 2.0.
Du erfährst:
welche besonderen Vorteile das hybride Modell von Onepage AI 2.0 bietet
meine ersten Erfahrungen damit – und eine Überraschung, auf die ich nicht gefasst war
die Grenzen dieses Modells und wie ich selbst damit umgehe
Wenig Zeit zum Lesen? Das Wichtigste vorab
- Klassische Page-Builder wie Thrive Themes könnten irgendwann zum Auslaufmodell werden. Die Website komplett mit Claude zu erstellen ist dagegen nicht für alle sinnvoll – zumindest nicht im derzeitigen Stadium.
- Onepage AI 2.0 verbindet beides: freie Gestaltung im visuellen Editor und Vibe-Coding mit KI, bei dem du per Textprompt einzelne Elemente, ganze Abschnitte oder komplette Seiten erzeugen lässt.
- Meine ersten Erfahrungen sind vielversprechend. Wichtig ist allerdings, das Zusammenspiel der einzelnen Funktionen richtig zu verstehen.
- Ein klassisches Blog ist mit Onepage AI 2.0 nicht möglich. Fachleute raten allerdings ohnehin seit längerem zu einer verlinkten Seitenstruktur statt zum chronologischen Blog.
Kurz erklärt: Was ist eigentlich Vibe-Coding?
Beim Vibe-Coding beschreibst du in normaler Sprache, was entstehen soll – und die KI setzt es um.
Du schreibst also nicht selbst Code und schiebst auch keine Bausteine per Hand zurecht, sondern formulierst deine Absicht: „Erstelle mir einen Abschnitt mit drei Angeboten nebeneinander, ruhig und hochwertig gestaltet."
Der Reiz liegt in der Geschwindigkeit.
Der Haken: Bei vielen Lösungen bekommst du ein Ergebnis, das du nur über neue Prompts verändern kannst – und nicht einfach direkt anfassen.
Genau an dieser Stelle wird Onepage AI 2.0 interessant.
Onepage AI 2.0: das Beste aus zwei Welten
Vorab: Onepage AI 2.0 ist wirklich neu – die Info kam Anfang Juli.
Das Unternehmen dahinter ist allerdings kein Newcomer. Die Onepage GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main existiert seit 2018 und hat nach eigenen Angaben über 18.000 zahlende Unternehmenskunden. Als deutsches Unternehmen legt Onepage außerdem großen Wert auf DSGVO-Konformität.
Schon das bisherige Modell war interessant: Auf Basis von Templates für ganze Seiten oder einzelne Abschnitte ließ sich eine Website bauen, die immer professionell aussieht – mit relativ geringem Aufwand und bereits seit einiger Zeit mit KI-Unterstützung. Keine langwierige Pixelschieberei wie bei manch anderem Page-Builder.
Onepage AI 2.0 macht nun einen Entwicklungssprung mit seinem hybriden Ansatz: Du kannst nach wie vor arbeiten wie bisher. Und du kannst der KI per Texteingabe sagen, was sie für dich gestalten soll.
Der entscheidende Unterschied zur Website-Erstellung mit anderen KI-Tools: Du kannst die Ergebnisse anschließend ganz klassisch selbst bearbeiten – eine Farbe ändern, ein Element verschieben, einen Text anpassen. Und zwar granular, ohne einen neuen Prompt schreiben zu müssen.
Weshalb diese Lösung mich sofort angesprochen hat
Als ich vor ein paar Wochen von diesem neuen Modell las, war ich sofort fasziniert. Genau auf so etwas hatte ich insgeheim gewartet.
- Mit WordPress konnte ich mich nie richtig anfreunden. Und Page-Builder wie Thrive Themes betrachte ich als Auslaufmodell.
- Vor der Website-Erstellung mit Claude hatte ich Respekt. Außerdem sind spätere Änderungen dort schwierig nach allem, was ich bisher dazu gehört habe.
- Und es kommt etwas hinzu: In meiner Strategieberatung mit langjährigen Solopreneurinnen und Solopreneuren arbeite ich selbst genau in diesem Mix – modular und höchst individuell. Also in exakt dem Verhältnis, das Onepage AI 2.0 liefert.
Wie das in der Praxis funktioniert
Da mein Business sehr speziell ist, habe ich nicht mit dem Prompting angefangen, sondern mit der Struktur der Seite – so, wie ich sie normalerweise gestalten würde: als Abfolge von Abschnitten.
Das hat einen Vorteil: Ich kann der KI dadurch sehr viel präziser sagen und vor allem zeigen, wie ich es mir vorstelle.
Das funktioniert übrigens auch mit Screenshots, die man der KI übergibt.
Die Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte
Als ich das Ganze dann mit der KI überarbeiten wollte, erlebte ich eine Überraschung: Die KI erklärte mir, dass sie einen bestehenden Abschnitt im Editor nicht direkt überarbeiten kann.
Sie kann aber etwas Eigenes erstellen – und das kann ich anschließend mühelos weiterbearbeiten.
Erst einmal war ich irritiert. Inzwischen sehe ich darin sogar einen Vorteil: Es zwingt mich, vorab zu entscheiden, welchen Weg ein Abschnitt nehmen soll.
Für meinen weiteren Workflow bedeutet das:
Es wird Abschnitte geben, die ich selbst gestalte – mit den Templates von Onepage geht das sehr einfach.
Es wird Abschnitte geben, die ich von vornherein von der KI gestalten lasse, weil ich dort Besonderheiten wünsche.
Und es wird Abschnitte geben, die ich selbst vorbereite und die die KI dann in verbesserter Form nachbaut.
Das Ganze geht erstaunlich schnell. Jede Änderung hat nur wenige Minuten gedauert, und ich habe mit Faszination zugeschaut. Man kann sogar parallel selbst weiterarbeiten, zum Beispiel an einem anderen Abschnitt der Seite.
Nebenbei: Gut fürs Budget
Ein weiterer Vorteil dieses Kombinationsmodells: Man braucht deutlich weniger KI-Credits, wenn man einen Teil in Eigenarbeit erledigt (vergleichbar dem Hausbau).
Man muss eben nicht für alles die KI einsetzen.
Je nach Plan ist eine bestimmte Zahl von KI-Credits enthalten und wird monatlich erneuert. Bei Bedarf lassen sich weitere hinzubuchen – und wieder kündigen, wenn der Bedarf wegfällt.
Die Grenzen – und wie ich damit umgehe
Was mit Onepage AI 2.0 nicht möglich ist: ein klassisches Blog. Wer eines möchte, sollte sich nach einer anderen Lösung umsehen.
Für mich ist das kein Problem, denn ich halte das klassische Blog ohnehin nicht für die zukunftsträchtige Lösung. Die SEO-Experten Fabian Jaeckert und Benjamin O'Daniel raten seit längerem zu einer verlinkten Seitenstruktur statt zu chronologisch angeordneten Blog-Beiträgen – und praktizieren das auch selbst.
Auch für mich sehe ich darin die Zukunft.
Wie es weitergeht
Über meine weiteren Erfahrungen werde ich in kommenden Beiträgen berichten – dann auch mit konkreten Einblicken in die fertigen Seiten. Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, abonniere gern meinen Newsletter.
Einen sehr guten Einblick in die konkrete Arbeitsweise von Onepage AI 2.0 gibt außerdem das Video-Tutorial von Nico Serapins.

