Business-Strategien & Umsetzung für langjährige & vielseitige Solopreneure

Monika Birkner www.monikabirkner.de Foto Igor Link www.fotografie-link.com

Im Content-Marketing ist es wie bei der Fitness: Stillstand ist Rückschritt. Fehlende Regelmäßigkeit ist der größte Fehler im Content-Marketing. Und du kannst ihn vermeiden mit den Tipps aus diesem Beitrag und dem ergänzenden Video.

I. Drei Gründe, weshalb du als Solopreneur Content-Marketing betreiben solltest

Bevor ich zum größten Fehler komme und wie du ihn vermeiden kannst, erst noch drei wichtige Gründe, weshalb du gerade als Solopreneur Content-Marketing betreiben solltest.

  • Eigene Expertise zeigen: Du kannst damit deine einzigartige Expertise und dich als Persönlichkeit in der für dich passenden Weise zeigen. Es gibt so viele Kanäle und Formate, dass selbst Introvertierte Möglichkeiten haben.
  • Die richtigen Kunden anziehen: Indem du vorab Wert schaffst für deine Kunden,  ermöglichst du den richtigen Kunden, dich kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und eine Beziehung zu entwickeln, während die Kunden, die nicht zu dir passen, fernbleiben können
  • Wachsende Content-Bibliothek, die du immer wieder nutzen kannst: Das ist besonders wichtig für vielseitige Solopreneure. Du baust damit, wenn du es geschickt anfängst, nach und nach eine Content-Bibliothek auf, die du immer wieder verwenden kannst.  Das ermöglicht dir, mehr von deiner Vielfalt zu leben und sie zu monetarisieren.

II. Mein größter Fehler im Content-Marketing: zu wenig Regelmäßigkeit 

Für mich war Content immer wichtig. Seit Beginn der Selbstständigkeit hat mein Content mir geholfen, mein Business zu entwickeln.

Natürlich habe ich in der Zeit auch Fehler begangen. Das Meiste ließ sich schnell reparieren.

Rückblickend sehe ich einen Fehler als besonders gravierend.

Ja, ich gehe soweit zu sagen, dass es der größte Fehler im Content-Marketing ist, den ich bei anderen sehe und auch selbst begangen habe:

Nämlich nicht konsequent genug drangeblieben zu sein.

Mit meinem Newsletter, Blog und auf LinkedIn funktioniert es  gut. Dort habe ich einen festen Rhythmus, den ich auch einhalte - komme, was wolle.

Doch es gab auch Zeiten, wo es anders war. 

Oder Kanäle, die ich vernachlässigt habe.

III. Kurzfrist- und Langzeitfolgen dieses Fehlers

Kurzfrist-Folgen sind erst einmal, dass du nicht sichtbar bist. Damit machst du es deinen potenziellen Kunden schwerer, dich zu finden.

Und in deinem Inneren grummelt es vielleicht - denn eigentlich wolltest du ja regelmäßig posten.

Fühlt sich nicht gut an.

Weitaus gravierender sind die Langzeit-Folgen. Diese hängen natürlich davon ab, wie lange du deinen Rhythmus unterbrichst. 

Doch mitunter kann schon eine kurze Pause nachteilig sein.

Denn: 

Stillstand ist Rückschritt.

IV. Parallele zum Fitness-Training: Stillstand ist Rückschritt

Die Parallele zum Fitness-Training macht das sehr schön deutlich.

Wenn du regelmäßig trainierst, baust du deine Fitness auf.

Wenn du damit aufhörst, baut sich deine Fitness wieder ab. Oft überraschend schnell.

Wenn du also wieder starten willst, kannst du nicht einfach da anknüpfen, wo du aufgehört hast. 

Sondern musst erst einmal wieder aufholen.

So auch im Content-Marketing.

V. Wie sich Unterbrechungen im Content-Marketing auswirken

  • Neustart kostet Kraft: Erst einmal gibt es die Herausforderung, überhaupt wieder anzufangen. Es lassen sich immer Gründe finden, das noch einmal aufzuschieben. Ich spreche aus Erfahrung:-).
  • Eingerostet: Wenn du dann beginnst, merkst du, dass du aus der Übung bist. Was vorher Routine war, muss neu erlernt werden. Tools und Plattformen haben sich geändert und du musst dich erst einmal daran gewöhnen. 
  • Neuanfang bei deinen Kontakten: Außerdem bist du bei Menschen deines Netzwerkes in Vergessenheit geraten. Vielleicht haben dich einige mangels Aktivität entfreundet. Vielleicht zeigt der Algorithmus ihnen deine Beiträge nicht mehr. Ich selbst habe es vor Jahren erlebt, als es noch Blogrolls gab (= Links auf andere Blogs). Ein sehr angesehenes Blog hatte mich dort aufgenommen. Nach einer längeren Pause bei mir war der Link zu meinem Blog gelöscht. Hätte nicht sein müssen:-)

VI. "Don't Break the Chain" - Eine bewährte Methode für Regelmäßigkeit (mit Video)

"Don't Break the Chain" (= unterbrich die Kette nicht) ist ein Prinzip, das auf den amerikanischen Komiker Jerry Seinfeld zurückgeht. Um sich zu motivieren, jeden Tag neue Gags zu verfassen, kreuzte er es immer im Kalender an, wenn es ihm gelungen war. 

Je länger die Kette der Kreuze wurde, desto mehr stand auf dem Spiel, um die Kette nicht zu unterbrechen.

Das war eine starke Motivation, dranzubleiben und die Kette nicht zu unterbrechen.

In einem Neustart-Video auf meinem YouTube-Kanal spreche ich u.a. über dieses Prinzip.

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VII. Was du tun kannst, damit regelmäßiges Content-Marketing dir zur Gewohnheit wird

  • Finde den Rhythmus, der zu dir passt und den du einhalten kannst. Wenn andere sagen, du müsstest jede Woche einen Newsletter schicken, aber du schaffst nur einmal alle 14 Tage, dann tue das, was für dich passt. 
  • Überfordere dich nicht, indem du auf zu vielen Kanälen gleichzeitig anfängst. Jeder Kanal hat seine Besonderheiten und seine eigene Lernkurve. Expandiere erst dann, wenn du auf den bisherigen Kanälen zurechtkommst.
  • Schaffe dir für dich passende Workflows. Sie entlasten dein Gedächtnis und helfen dir, unnötige Fehler zu vermeiden.

VIII. Die Power von Mini-Gewohnheiten ("Atomic Habits")

Oft unterschätzt wird die Power von Mini-Gewohnheiten.

Im Content-Marketing könnte das zum Beispiel sein, jeden Tag 500 Worte zu schreiben. Oder auch nur 200. 

Bestseller-Autor James Clear nennt diese Mini-Gewohnheiten "Atomic Habits".

Sehr sehenswert dieses 6-Minuten-Fernseh-Interview mit James Clear. Darin erklärt er, weshalb Mini-Gewohnheiten so gut funktionieren. 

Einer der Gründe für die Power von Mini-Gewohnheiten ist, dass sie dich letztlich zu einer besseren Version von dir selbst machen: Nämlich zu der Person, die diese Gewohnheiten ausübt. Auch dann, wenn aus den 500 oder 200 Worten pro Tag dann 2000 geworden sind.

IX. "Aber ich bin auch gern spontan"

Bedeutet regelmäßiges Content-Marketing, dass du nicht spontan etwas posten kannst?

Keineswegs.

Regelmäßigkeit und Spontaneität schließen sich überhaupt nicht aus.

Im Gegenteil: Sie können sich vortrefflich ergänzen.

Du kannst zum Beispiel eine Minimum-Frequenz festlegen für deine regelmäßigen Posts. 

Und wenn du dann spontan etwas mitzuteilen hast, kannst du das jederzeit ergänzen.

Doch sich nur auf Spontaneität zu verlassen, ist riskant.

X. Noch ein Vorteil von Regelmäßigkeit: Dein Content wird besser

Es gibt ein berühmtes Experiment zum Thema Quantität und Qualität.

Der Lehrer in einer Töpferklasse teilte die Klasse in zwei Gruppen: 

Die Teilnehmer in Gruppe A sollten möglichst viele Töpferwaren produzieren und an der Anzahl der Werke gemessen werden.

Der Maßstab für die Teilnehmer in Gruppe B sollte die Qualität des besten Stückes sein.

Große Überraschung am Ende des Experimentes: Die beste Qualität kam von den Teilnehmern, die sich um eine hohe Quantität gekümmert hatten, nicht aus der Qualitäts-Gruppe.

Über ein ähnliches Experiment mit Fotografen berichtet James Clear,

XI. Ganz wichtig: Content-Marketing, das dir Freude macht

Ergänzend zu den Tipps zuvor noch ein ganz besonders wichtiger: Gestalte dein Content-Marketing so, dass es dir Freude macht.

Auch hier gilt die Parallele zum Fitness-Training.

Vor kurzem hatte ich mir eine Fitness App zugelegt, die sehr vielversprechend klang. Die ersten Tage, als alles neu war, hat es auch Spaß gemacht.

Doch dann pausierte ich für einen Tag mit dieser App. Und fand den Einstieg nicht wieder. Sondern machte stattdessen Fitness-Programme auf YouTube.

Als ich die Gründe analysierte, merkte ich, dass die App nicht zu mir passte:

  • Jeden Tag ein 60-Minuten-Workout ist mir als tägliche Routine zu lang.
  • Die Art der Übungen gefiel mir nicht. Zu langweilig für mich. Als vielseitiger Mensch liebe ich - gerade auch bei Workouts - Abwechslung. 
  • Die Darbietung der Übungen in Form vorgefertigter "Konserven" gefiel mir nicht. Ich mag es, wenn der Trainer/die Trainerin sich mit mir anstrengt:-)

XII. FAQ: Häufige Fragen & Antworten

Was ist der größte Fehler im Content-Marketing?

Der größte Fehler im Content-Marketing ist fehlende Regelmäßigkeit.

Weshalb ist fehlende Regelmäßigkeit der größte Fehler im Content-Marketing?

Es ist wie beim Fitness-Training: Stillstand ist Rückschritt.

Wie lässt sich regelmäßiges Content-Marketing verwirklichen?

Eine gute Methode ist die des amerikanischen Komikers Jerry Seinfeld: "Don't Break the Chain". Er schrieb jeden Tag einen neuen Gag und kreuzte sich das im Kalender an. die Kette nicht zu unterbrechen.

Was hilft sonst noch, um regelmäßiges Content-Marketing zur Gewohnheit zu machen?

Wichtig ist, dass du dein Content-Marketing mit Freude durchhalten kannst (Rhythmus, Art des Contents etc.). Mini-Gewohnheiten ("Atomic Habits") zu Beginn und gute Workflows unterstützen zusätzlich.

Was ist, wenn ich lieber spontan poste?

Regelmäßigkeit und Spontaneität können sich gut ergänzen: Regelmäßiges Minimum und spontane Ergänzungen.


Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf meiner Website www.MonikaBirknerFreedomBusiness.de. Update und Neu-Veröffentlichung hier am 01.10.2023.


Über Monika Birkner

Hi, ich bin Monika und unterstütze langjährige & vielseitige Solopreneure, für die grundlegende Veränderung ansteht, bei der Business Transformation: Von der neuen Vision & Neu-Positionierung im Markt über den Business-Umbau & die Skalierung bis hin zur Wahlfreiheit, ihr Business selbst fortzuführen oder in andere Hände zu übergeben.


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