Business-Strategien & Umsetzung für langjährige & vielseitige Solopreneure

Monika Birkner www.monikabirkner.de Foto Igor Link www.fotografie-link.com

Für Solopreneure gibt es keine Altersgrenze. Viele wollen so lange arbeiten, wie es geht.
Doch verlass dich nicht einfach darauf, dass das möglich ist. Sicherer ist es,
frühzeitig einen Realitäts-Check zu machen, um ggf. die Voraussetzungen zu schaffen.


„Ich will so lange arbeiten, wie es geht.“ – Könnte das von dir stammen?

„Ich will so lange arbeiten, wie es geht.“  Solche Aussagen höre ich oft von Solopreneuren.

Doch das Älterwerden als Solopreneur lässt sich so einfach nicht abtun. Wenn du ernsthaft vorhast, möglichst lange in deinem Business zu bleiben, solltest du Antworten haben auf vier kritische Fragen.

Nur dann kannst du sicherstellen, dass du dein weiteres Business – und letztlich auch dein weiteres Leben – nicht auf das „Prinzip Hoffnung“ gründest, sondern auf eine klare Strategie.

Oder anders ausgedrückt: Du verwandelst den Wunsch, möglichst lange zu arbeiten, in ein konkretes Projekt.

Ich empfehle diese Fragen besonders dann, wenn du zu den Solopreneuren 50plus gehörst.

Frage # 1: Wird es deinen Job in 10 oder 20 Jahren noch geben?

Mehr und mehr menschliche Tätigkeiten werden von Maschinen übernommen. Das gilt nicht nur für manuelle Tätigkeiten. Das gilt auch für geistige Tätigkeiten.

Künstliche Intelligenz wird bald nicht mehr wegzudenken sein aus unserem Alltag und auch aus dem Berufsalltag.

ChatGPT ist nur der Anfang.

Niemand kann sagen, welche Jobs dadurch überflüssig werden. Mit Jobs meine ich nicht nur Angestelltentätigkeiten. Sondern auch Berufe in der Selbstständigkeit.

Interessant ist, dass diese Entwicklung bereits seit Jahren abzusehen ist. Beispiel: Dieser Artikel im Wissenschaftsteil der WELT, auf den ich in einer früheren Version dieses Beitrags bereits verlinkt hatte.

Frage # 2: Wird der Markt deine Leistungen in 10 oder 20 Jahren noch wollen?

Dafür spielen viele Einflussfaktoren eine Rolle, auch neben der technologische Entwicklung. Deine Positionierung und deine eigene Weiterentwicklung gehören dazu wie auch das Wettbewerbsumfeld.

  • Wird ein Verkaufstrainer mit 75, der Dreißigjährige trainiert, noch akzeptiert?
  • Ist er überhaupt auf der Höhe der Zeit, was moderne Verkaufstechniken betrifft und auch die technischen Tools, die dafür genutzt werden?
  • Kommt er mit der Mentalität von Menschen noch klar, die seine Enkel oder Urenkel sein könnten?
  • Würde so ein Verkaufstrainer überhaupt beauftragt, wenn in den Personalentwicklungsabteilungen ebenfalls 30-Jährige sitzen?

Das sind Fragen, die vielleicht heute wehtun, wenn du an das Älterwerden als Solopreneur denkst. Doch je frühzeitiger du dir solche Fragen stellst, desto besser sind die Chancen, darauf gute Antworten zu finden.

Frage #3: Wirst du selbst in 10 oder 20 Jahren noch so arbeiten wollen wie bisher?

a) Als Spezialist

Wenn du Spezialist bist und die Ausrichtung auf dein überschaubares Fachgebiet liebst, hast du möglicherweise auch in 10 oder 20 Jahren noch Freude daran.

Oder auch nicht.

Ich kenne durchaus Beispiele, wo die ursprüngliche Begeisterung deutlich abgeflacht ist.

Daher empfehle ich auch immer, das Business nicht auf Leidenschaft zu gründen. Sondern auf Commitment zu dem, was du für deine Kunden und in der Welt bewirken willst. Denn Leidenschaft ist vergänglich.

b) Als vielseitige Unternehmer-Persönlichkeit

Wenn du zu den Vielseitigen gehörst, spricht viel dafür, dass du in 10 oder 20 Jahren etwas ganz anderes machen willst.

Oder schon wesentlich früher:-).

Prinzipiell ist das möglich.

Doch das Risiko ist, dass du ständig mit Säen beschäftigt bist und zu wenig mit Ernten. Dagegen schützt eine solide Strategie, wie du anders vorgehen kannst.

c) Risiko bei besonderer Expertise

Wenn du eine besondere Expertise hast, gibt es ein weiteres Risiko, das ich immer wieder von meinen Klienten höre: Dass mit jedem Jahr der Abstand wächst zwischen dir und deinen Kunden.

Das gilt insbesondere, wenn du mit Anfängern arbeitest.

Konkret: Du kannst dich immer weniger in die Situation deiner Anfänger-Kunden versetzen.

Vielleicht willst du es insgeheim auch gar nicht mehr.

Gleichzeitig kann immer mehr innerer Druck entstehen, deine tiefe und umfassende Expertise anders zu nutzen. Denn die Anfänger-Kunden wären damit komplett überfordert.

Je früher dir das bewusst wird, desto eher kannst du gegensteuern. Beispielsweise indem du dir eine neue Zielgruppe erschließt, zumindest in Ergänzung zu den Anfängern.

Frage #4: Wirst du  in 10 oder 20 Jahren noch so arbeiten können wie bisher?

Ich sehe die Zukunft positiv.

Ich sehe auch die Zukunft des Älterwerdens für Solopreneure positiv und habe dazu einen ausführlichen Blogpost geschrieben. Dort nenne ich Beispiele von herausragenden Persönlichkeiten, die erst in reiferen Jahren zur vollen Leistungsfähigkeit aufgelaufen sind.

Doch das Älterwerden entwickelt sich nicht zwangsläufig so positiv.

Es gibt auch genügend Beispiele – vielleicht sogar in deinem eigenen Umfeld -, wo Älterwerden  mit Krankheiten und Abbau der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit einhergeht.

Niemand wünscht sich, dass es so kommt.

Doch es gibt  keine Garantie, dass es nicht so kommt.

Auch diese Erkenntnis tut sicherlich weh.

Doch sie kann – wie auch die anderen Erkenntnisse – dazu führen,  die künftige Entwicklung zu deinen Gunsten zu beeinflussen.

Wie wäre es mit Wahlfreiheit, ob und wie du dein Business fortführst?

Ich selbst möchte auch so lange arbeiten, wie es geht. Ich habe noch viel vor:-)

Daher verstehe ich alle, die ebenfalls so ticken.

Doch das "Prinzip Hoffnung" finde ich zu riskant. Stattdessen setze ich auf Wahlfreiheit.

Wahlfreiheit entsteht, wenn du andere Optionen hast, zum Beispiel indem du dein Business an jemand anderen übergibst. Voraussetzung dafür ist, dass dein Business verkaufsfähig ist.

Ich habe den Freedom Business Transformationsprozess entwickelt, um das Business noch einmal auf neue Grundlagen zu stellen, es skalieren zu können und schließlich die Wahlfreiheit zu haben, es selbst fortzuführen oder - auch in Teilen - irgendwann in andere Hände zu übergeben.

Mehr dazu findest du auf meinen Themenseiten und in meinen Angeboten. Abonniere auch gern meinen Newsletter.


Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf meiner Website www.MonikaBirknerFreedomBusiness.de Update und Neu-Veröffentlichung am 30.09.2023.

Über Monika Birkner

Hi, ich bin Monika und unterstütze langjährige & vielseitige Solopreneure, für die grundlegende Veränderung ansteht, bei der Business Transformation: Von der neuen Vision & Neu-Positionierung im Markt über den Business-Umbau & die Skalierung bis hin zur Wahlfreiheit, ihr Business selbst fortzuführen oder in andere Hände zu übergeben.


Monika Birkner www.monikabirkner.de Foto Igor Link www.fotografie-link.com

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